Konzeption für "Seniorentreff am Bürgerplatz" in Rödental

Innovative Altenarbeit im Sozialraum

Die demografische Entwicklung in Bayern ist durch eine Zunahme der älteren Bevölkerung und einen Rückgang der Kinder und Jugendlichen gekennzeichnet.. Diese Entwicklung zeigt sich auch in der Stadt Rödental:

Bevölkerung 1992 und 2000 nach Altersgruppen absolut
Alter von...
bis...Jahren
1992 2000 Veränderung


61 - 70

71 - 80

81 - 90

über 91

Summe
Anzahl

1.417

900

464

57

2.838
Anzahl

1.697

1.154

434

87

3.372


280

254

-30

30

534

Bevölkerung 1992 und 2000 nach Altersgruppen in Prozent
Alter von...
bis...Jahren
1992 2000 Veränderung

61 - 70

71 - 80

81 - 90

über 91

Summe

10,73%

6,82%

3,51%

0,43%

21,49%

12,17%

8,28%

3,18%

0,62%

24,25%

1,44%

1,46%

-0,33%

0,19%

2,76%
Quelle: Jahresbericht der Stadt Rödental

Altenarbeit und Altenhilfe werden angesichts dieser Entwicklung an Bedeutung gewinnen. Die prognostizierten Zuwächse des Anteils der älteren Menschen an der Gesellschaft lassen eine steigende Nachfrage nach sozialen Diensten erwarten. (Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Gesundheit 1999).
"Die Gruppe der Senioren wird im Allgemeinen in drei Bereiche aufgeteilt: die jungen Senioren, die Betagten und die Hochbetagten. Für alle drei Bereiche gelten unterschiedliche Ausgangssituationen, Grundbedürfnisse, Möglichkeiten, Angebote, Probleme und Lösungen (Im folgenden nach Dr. med. Wolfgang Hasselkus, Entwurf eines Seniorenkonzepts in Rödental).
Junge Senioren zwischen 60 und 75 Jahren sind vor allem in den ersten Jahren noch beruflich qualifiziert und lebenserfahren. Sie sind fähig, Neues zu lernen und sie sind körperlich trainierbar. Natürlich hat jeder, der den Ruhestand erreicht hat, ein Recht auf Muße und Erholung. Aber niemand ist auf Dauer zufrieden. Dr. med. Johannes Kraft, Chefarzt der Geriatrischen Rehabilitationsklinik, Coburg: "Wir brauchen Angebote für ein aktives, produktives und erfolgreiches Altern".
Diese Angebote müssen wohl überlegt und breit gefächert sein. Sie werden durch ein Altenservicezentrum koordiniert.

Die Betagten zwischen 75 und 85 Jahren haben eine andere Ausgangssituation: Die natürlichen Netzwerke werden kleiner. Sie brauchen Angebote zum Treffen, gemeinsame Veranstaltungen und Reisen. Doch auch für sie gilt noch weiterhin, dass geistiges und körperliches Training immer noch möglich ist, wenn auch Einschränkungen sichtbar werden. Betagte brauchen auch zunehmend Hilfen zum Leben, Alltagsbewältigung, Haushaltsführung etc.
Betagte und Hochbetagte (über 85 Jahre) haben einen gemeinsamen Traum: so lange wie möglich selbständig zu Hause bleiben zu können. Ihnen diesen Traum erfüllen zu helfen ist eine ethische Verpflichtung. Doch dazu müssen Anstrengungen unternommen werden. Durch Hausbesuche muss abgeklärt werden, ob und wo Hilfen nötig sind. Essen, Sauberkeit, Hygiene, Gehhilfen, Badewannenhilfen, Stolperfallen, Sturzprophylaxe, Essen auf Rädern, Schwestern der Sozialstation, Besuchsdienst etc. Öffentliche Verkehrsmittel müssen seniorengerecht sein, Bürgersteige für Rollatoren und Rollstühle abgesenkt werden.
Körperliche und geistige Fitness sind wesentliche Voraussetzungen für die Selbstständigkeit im Alter. Beide Bereiche können im Alter trainiert werden und es gibt für beide Bereiche keine Altersbegrenzung. Ein Senioren gerechtes Fitness Studio und ein Gedächtnistraining mit Computer und entsprechender Software sind Bausteine dazu".

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