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Hinter "EFI" Erfahrungswissen für Initiativen steckt die Idee, Menschen ab 55 Jahren nach Abschluss des Berufslebens oder nachdem die Kinder auf eigenen Füßen stehen zu sog. "seniorTrainerInnen" auszubilden. Diese verstehen sich als verantwortliche Ehrenamtliche, die innovative Projekte für das bürgerschaftliche Engagement entwickeln oder schon vorhandenen ehrenamtlichen Tätigkeiten neuen Schwung verleihen.

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Ehrung der seniorTrainerinnen und -trainer am 6. Dezember 2010 durch den damaligen Regierungspräsident Wilhelm Wenning (rechts) im Beisein der Ausbilderinnen Eva Bechmann und Julia Weigand

Das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen fördert 2010 insgesamt dreißig Einrichtungen in Bayern, um EFI umzusetzen. Der AWO Treff in Rödental und das Mehrgenerationenhaus AWO Treff Bad Rodach als Vertreter des Landkreises Coburg sind auch dabei.

seniorTrainerInnen können in den unterschiedlichsten Feldern und Organisationen aktiv werden: In der Jugendarbeit, im Umweltschutz, in Kunst und Kultur ? in Museen, Schulen, Altenheimen oder Kindergärten. Dabei nutzen sie ihr Erfahrungswissen aus Beruf, Familie, Freizeit, usw. Voraussetzung sind gute Ideen und das Vertrauen in sich selbst, sie auch in die Tat umsetzen zu können. Gesagt ist aber noch nicht getan: Zur Verwirklichung braucht man nicht nur die zündende Idee sondern auch das Rüstzeug, um sie zu realisieren. All das zeigt, was von den künftigen seniorTrainerInnen gefordert wird, nämlich echtes Management.

Die EFI-Ausbildung soll das Rüstzeug für eine erfolgreiche ehrenamtliche Tätigkeit an die Hand geben. seniorTrainerInnen werden von Fachreferenten geschult. Sie lernen Grundzüge des Managements im "Non-Profitbereich". Sie bekommen zum Beispiel Anregungen wie sie Mitstreiter gewinnen, wirkungsvolle Teams bilden und einen Presseartikel verfassen. Diese Informationen und Techniken sollen ihnen helfen, ihre Ideen zu konkretisieren und Erfahrungen fruchtbringend einzusetzen. Dafür geben die Anlaufstellen vor Ort Hilfestellung, auch nach dem Ende der Qualifizierung. Sie vermitteln Kontakte und fungieren als "Türöffner". Zwölf Personen nahmen im letzten Jahr an der Ausbildung teil und arbeiten jetzt erfolgreich als seniorTrainerIn. Dazu berichtet Ute Pridöhl: "Ich war völlig neu und hatte noch nie ehrenamtlich gearbeitet. Nach der Ausbildung zur seniorTrainerin konnte ich selbständig ein Projekt entwickeln, ein Konzept dazu ausarbeiten und das Ganze auch erfolgreich umsetzen! Vorher hätte ich gar nicht gewusst wie ich das anfangen soll."

Im Jahr 2011 fand die vorgenannte Ausbildung zum seniorTrainer statt.

Weitere Informationen zu EFI: Broschüre EFI Deutschland als PDF-Datei (ca. 1677 KB)

 

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