Situationsorientierter Ansatz

"Wenn du mit anderen ein Schiff bauen willst,
so beginne nicht, mit ihnen Holz zu sammeln,
sondern wecke in ihnen die Sehnsucht
nach dem großen weiten Meer."

Antoine de Saint-Exupéry

Grundgedanken zum situationsorientierten Ansatz:

Der situationsorientierte Ansatz geht davon aus, dass die Lebenswelt eines Schulkindes heutzutage sehr komplex gestaltet ist.
Gerade Hortkinder sehen sich einem vielfältigen Betreuungs- und Erziehungsangebote ausgesetzt.

Im Situationsansatz wird von "zerrissenen Kinderwelten" und "zerteilten Kinderzeiten" gesprochen.

Damit meint er nichts anderes, als dass viele Kinder einem straffen Tagesprogramm ausgesetzt sind: morgens Schule (bis zu sechs Stunden), nachmittags Hort (bis zu fünf Stunden), am Abend lernen, Sportverein besuchen ....

Der situationsorientierte Ansatz geht davon aus, dass das Kind in den meisten Bereichen passiv bleibt.

Ziele in der situationsorientieren Arbeit sind daher:

das Kind zu aktivieren, eigene Wünsche und Bedürfnisse zu äußern
Sinnzusammenhänge zu erleben und das Ursache-Wirkungs-Prinzip zu verdeutlichen
ganzheitlich zu lernen: im kognitiven Bereich, im emotional-affektiven Bereich, im motorischen Bereich.

"Nicht das Lernen steht im Vordergrund, sondern das Erfahren von
Sinnzusammenhängen, bei dem ein Lernen geschieht."

aus Armin Krenz: Der situationsorientierte Ansatz im Kindergarten

Pädagogische Handlungsmomente/Grundsätze im situationsorientierten Ansatz:

Handwerk statt "basteln"
Berücksichtigung von Medien (PC...) statt Ausgrenzen von Medien
Natur statt Naturimitation
Kunst statt Schablonen
Theater statt Laienspiel
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