Unsere Kinder

In der Krippe können 12 Kinder unter drei Jahren aufgenommen werden.

Die Kinder, die unsere Einrichtung besuchen, wohnen in der näheren Umgebung, vereinzelt auch in den umliegenden Gemeinden.
Mit Inkrafttreten des BayKiBiG (Bayerisches Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz) können ab 01.09.2006 Kinder aus den Landkreisgemeinden nur noch dann aufgenommen werden, wenn die Aufenthaltsgemeinde (Wohnortgemeinde) den Platz in der Einrichtung fördert.
"Die Aufenthaltsgemeinde kann in Ausnahmefällen auf Antrag der Eltern einen Betreuungsplatz außerhalb der Gemeinde fördern, wenn zwingende persönliche Gründe, die insbesondere die Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit betreffen, die Wahl des Betreuungsplatzes rechtfertigen.
Die Aufenthaltsgemeinde kann von den Eltern eine angemessene Mitfinanzierung in Höhe von bis zu 50 v.H. des auf sie entfallenden Förderanteils für das betreffende Kind verlangen, wobei die finanzielle Leistungsfähigkeit der Eltern zu berücksichtigen ist." (Auszug aus dem Gesetz).
Die Einrichtungsleitung ist bei der Antragstellung behilflich.

Grundlagen der pädagogischen Arbeit in der Kinderkrippe

Basis für das pädagogische Handeln stellen zwei pädagogische Ansätze dar, die Pädagogik vom Emmi Pikler und die Pädagogik von Maria Montessori. Beide Ansätze ergänzen sich optimal zu einem runden Konzept, mit dem Kinder im Krippenalter in ihrer Entwicklung begleitet werden können.

Die ungarische Kinderärztin Emmi Pikler und ihre Tochter Anna Tardos geben uns wichtige Impulse, wie man die Selbständigkeit des Kleinkindes, seine Beziehung zu sich selbst und seiner Umwelt von Geburt an unterstützen kann. Seit über 50 Jahren erforscht Emmi Pikler in Budapest und weiterführend Anna Tardos die Kleinkinderentwicklung. Daraus resultierend vermitteln uns beide einen grundsätzlich neuen Weg in der Säuglings- und Kleinkinderziehung: Der Mensch verfügt von Geburt an über Fähigkeiten. Diese Fähigkeiten und nicht die Hilflosigkeit eines Neugeborenen oder die Abhängigkeit eines Kleinkindes sind Ausgangspunkt des pädagogischen Handlungsspielraums.

Zwei wesentliche Schwerpunkte stellen das Fundament für das pädagogische Handeln dar: Mehrmals am Tag wird mit dem Kind die Pflege der eigenen Person ausgeführt. Auf der Grundlage der Kooperation mit dem Kind entwickelt sich zwischen Kind und Erwachsenen eine vertrauensvolle Beziehung, die für die gesunde Entfaltung des Kindes notwendig ist. Die liebevolle Zuwendung und ungeteilte Aufmerksamkeit, die das Kind hierbei und bei der Einnahme der Mahlzeiten erlebt, gibt ihm das Gefühl der Geborgenheit.

Dieses Geborgenheitsgefühl und das vertraut sein stellt wiederum eine Voraussetzung dar, dass die Säuglinge und Kleinkinder in einem geschützten Bereich mit entsprechenden Spielmaterialien ihrem Erkundungs- und Bewegungsdrang nachgehen kann. Die autonome Bewegungsentwicklung des Kindes wird dadurch ermöglicht und stellt eine Grundlage für die weitere Persönlichkeits- und Intelligenzentwicklung dar. „ Lasst mir Zeit “- so der Titel eines Buches von Emmi Pikler, d.h. das jedes Kind diese Entwicklung in seinem eigenen Tempo vollzieht.

Der Säugling “erlernt also im Laufe seiner Bewegungsentwicklung nicht nur sich auf den Bauch drehen, nicht nur das Rollen, Kriechen, Sitzen, Stehen oder Gehen, sondern er lernt auch das Lernen. Er lernt sich selbständig mit etwas zu beschäftigen, an etwas Interesse zu finden, zu probieren, zu experimentieren. Er lernt Schwierigkeiten zu überwinden. Er lernt die Freude und die Zufriedenheit kennen, die der Erfolg – das Resultat seiner geduldigen, selbstständigen Ausdauer für ihn bedeutet.“ (Emmi Pikler; Friedliche Babys – zufriedene Mütter)

 

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