Grundgedanken der Montessori-Pädagogik

"Ein Kind wird geboren und muss selber leben. Dem Leben dienen, das ist unser fundamentales Prinzip"
Maria Montessori

Montessori-Pädagogik bedeutet, Kinder in ihrer Persönlichkeit zu akzeptieren, ihnen achtungsvoll zu begegnen und sie auf ihrem Entwicklungsweg liebevoll zu begleiten.

"Es ist die gemeinsame Arbeit, die Zuwendung zum Kind und die Liebe zum sich entwickelnden Menschen, die diesem eine möglichst gute Entwicklung seiner Persönlichkeit ermöglichen ..." Maria Montessori

"Wir müssen Kinder führen, indem wir sie freilassen", sagt Maria Montessori und meint damit jenen Freiraum, der es Kindern ermöglicht, zu selbstbewussten und eigenverantwortlichen Persönlichkeiten heranzureifen.

Diese Freiheit ist nicht unbegrenzt, sondern geprägt von klaren Rahmenbedingungen, die soziales Zusammenleben erst ermöglichen.

Freiheit im Sinne von selbständigem, verantwortungsbewussten Handeln, einhergehend mit der Entwicklung von Selbstdisziplin und der Entwicklung von Verantwortungsübernahme für das eigene Tun. Die Kinder lernen so zunehmend, ihre eigenen Bedürfnisse und die Bedürfnisse anderer zu erkennnen und zu achten.

Grundlage dafür ist eine gute "Vorbereitete Umgebung", die den Kindern eine Phase der großen freien Arbeit ermöglicht.

Dabei entscheiden die Kinder selbst,
- in welchem zeitlichen Rahmen und
- mit wem sie
- wo tätig sein wollen.

Die Gestaltung der "Vorbereiteten Umgebung" orientiert sich an den Bedürfnissen und Interessen der Kinder in der jeweiligen Gruppe.

Eine angepasste Umgebung und ein entsprechendes Erzieherverhalten sind die zwei Grundpfeiler einer Erziehung, die es dem Kind erlaubt und ermöglicht, es selbst zu werden, ... (Holstiege, S. 129).

Dies setzt eine genaue Beobachtung der Kinder ebenso voraus wie die Kenntnisse und das Erkennen von "Sensibilitäten" - Phasen innerhalb der kindlichen Entwicklung, in denen das Kind besonders aufnahmebereit für all jene Eindrücke ist, die einen ganz bestimmten Entwicklungsschritt erleichtern oder ermöglichen.

Solche "Sensibilitäten" werden heute als "Entwicklungsfenster" bezeichnet und befinden sich z.B. im Alter des Kindergartenkindes in den Bereichen Sprache, Bewegung und Ordnung (= Weltordnung).

In einer liebevollen, entspannten Umgebung können Kinder Vertrauen zu sich und anderen Kindern und Erwachsenen aufbauen.

Hilfestellungen für die Entwicklung der Kinder befinden sich neben der Persönlichkeit der ErzieherIn im Bereich der Entwicklungsmaterialien:


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