| 31.08.1870 |
Maria, Tochter eines Offiziers des Risorgimento,
Allessandro Montessori und Renilde, geb. Stoppani, in Chiaravalle bei Ancona
geboren. Es ist das Jahr der Gründung einer konstitutionellen Monarchie in Italien.
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| um 1882 |
(andere Quellenlage mehr für 1872)
lebte die Familie Montessori in Rom. Besuch einer technischen Schule für Jungen -
einer Vorstufe des heutigen Realgymnasiums - Abitur - Studium der Medizin an der Universität
Rom.
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| 1896 |
Staatsexamen und Promotion als erster weiblicher
Doktor der Medizin in Italien - Assistenzärztin an der psychiatrischen
Universitätsklinik in Rom.
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| 1898-1900 |
Leiterin der Scuola Ortofrenica (Schule zur
Ausbildung von Heilpädagogen) - Aufenthalt im Bourneville-Institut in
Paris - Studium der Werke Jean Marie Itards (1775-1830), Edouards Seguins (1812-1880)
und des Taubstummenlehrers Pereira (1715-1780) - Praxis als Kinderärztin
in Rom.
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| 1898-1900 |
Leiterin der Scuola Ortofrenica (Schule zur
Ausbildung von Heilpädagogen) - Aufenthalt im Bourneville-Institut in
Paris - Studium der Werke Jean Marie Itards (1775-1830), Édouards Séguins (1812-1880)
und des Taubstummenlehrers Pereira (1715-1780) - Praxis als Kinderärztin
in Rom.
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| 1899 |
Das Recht des geistig behinderten Kindes auf Achtung
innerhalb der Gesellschaft bildet den Kern ihrer Vortragsreihe auf einem Kongress
in Turin. - Das Problem der Abhängigkeit von sozialer Herkunft und Schulerfolg
ist Inhalt ihrer empirischen Forschungen dieser Zeit. - Studium der Psychologie und
Philosophie an der Universität Rom.
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| 1900 |
Wirtschaftliche und soziale Kristen bilden
den Hintergrund ihrer Initiativen zugunsten der ausgebeuteten Kinder in
sizilianischen Minen, die sie auf dem Londoner Frauenkongress einbringt.
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| 1904-1908 |
Prof. für Anthropologie an der Universität Rom.
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| 06.01.1907 |
Eröffnung des ersten Kinderhauses (casa dei bambini)
in San Lorenzo, einem slumähnlichen Viertel Roms, auf initiative einer
gemeinnützigen Wohnbaugesellschaft zur unentgeltlichen Betreuung vernachlässigter
Vorschulkinder. Mit der Übernahme dieser Instituition bringt sie ihr Gedankengut
für die Gestaltung der Umgebung des Kindes ein und verwendet erstmals ihr Sinnesmaterial
bei normalen Kindern.
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| 1909 |
Sie legt die Ergebnisse ihrer teilnehmenden
Beobachtung und der darauf aufbauenden Prinzipien erstmals schriftlich
nieder. Sie gibt ihre Praxis als Ärztin auf, überträgt Helferinnen
die Leitung der Kinderhäuser und widmet sich von nun an der Ausbildung von
Erziehern.
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| 1913 |
Gründung des "Hauses der Kinder der Kirche"
in Barcelona. - Von 1915 an Zentrum ihrer Bemühungen um die Rechte des Kindes in der
modernen Gesellschaft - häufiger Aufenthalt in Spanien.
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| 1915 |
Einführung der religionspädagogischen Gedanken
Maria Montessoris durch A. Maccheroni anlässlich des liturgischen Kongresses
auf dem Montserrat.
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| 1926 |
Gründung eines Montessori-Instituts in Wien -
Anerkennung durch Siegmund Freud. (Unter dem faschistischen Regime werden ihre Schulen
in Italien geschlossen - in Deutschland und Österreich werden ihre Bücher
verbrannt.)
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| 1936 |
Zu Beginn des Spanischen Bürgerkrieges Weggang von
Barcelona.
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| 1939 |
Aufenthalt in Indien - kurze Internierungszeit - Möglichkeit
freier Vortragsreisen - freundschaftliche Beziehungen u.a. zu Rabindranath
Tagore und seiner Schule "Heim des Friedens".
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| 1949 |
Endgültige Rückkehr nach Europa (Holland)
- Vortragsreisen - Ehrungen auf nationaler Ebene.
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| 06.05.1952 |
In Noordwijk-an-Zee in Holland gestorben.
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| "Pädagogik vom Kinde aus" |
Bildungs- und erziehungsgeschichtlich betrachtet, gehört die
Montessori-Pädagogik mit zu den zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelten
reformpädagogischen Ansätzen, die man als "Pädagogik vom Kinde" aus bezeichnet.
Den reformpädagogischen Ansätzen ist gemein, dass sie sich die anthropologisch-pädagogische Sichtweise Jean-Jacques Rousseau, des "Entdeckers des Kindes", wie er genannt wird,
zu Eigen gemacht haben.
Jean-Jacques Rousseau zufolge hat sich Erziehung vorrangig an den psychischen und intellektuellen Bedürfnissen, Neigungen und Begabungen des
einzelnen Kindes zu orientieren und nicht an den von Erwachsenen erdachten Zielvorgaben
und Normen.
Montessoris Sichtweise erstreckt sich auf den Menschen im Ganzen, unabhängig von Alter,
von soziokultureller Zugehörigkeit und religiös-weltanschaulicher Gegebenheit.
Die Montessori-Pädagogik umfasst neben anthropologischen und erziehungstheoretischen
Überlegungen auch ein breites Spektrum an erziehungspraktischen Hinweisen,
Methoden und Materialien, die ein konkret-anschauliches, aktiv-handelndes und selbständiges Lernen
ermöglichen. Montessori hat das von der modernen Lernforschung und genetischen
Entwicklungspsychologie geforderte "ganzheitliche Lernen" vorausgedacht und in die Praxis umgesetzt. |
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