Familienstützpunkt
im Mehrgenerationenhaus
AWO Treff Bad Rodach

Familienstützpunkte sind Kontakt- und Anlaufstellen, die konkrete Angebote der Eltern- und Familienbildung in einer Kommune vorhalten und mit anderen sozialen Einrichtungen gut vernetzt sind. Sie bieten für die unterschiedlichen Bedürfnisse der Familien je nach Alter des Kindes und Familiensituation geeignete, passgenaue Hilfen an. Familienstützpunkte sind an bestehende Einrichtungen vor Ort, z.B. an das Mehrgenerationenhaus AWO Treff Bad Rodach angegliedert.

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Auch das Mehrgenerationenhaus der AWO in Bad Rodach wurde zum Familienstützpunkt erweitert, was nicht nur der Prominenz gefällt. Mittlere Reihe von rechts: Bürgermeister Tobias Ehrlicher freut sich mit der Koordinatorin des Familienstützpunktes Eva Trapp und der Leiterin des AWO Mehrgenerationenhauses Nicole Voigt (stehend) über den Besuch von Ministerialrat Robert Höcherl (zweiter von rechts) vom Bayerischen Sozialministerium. Begeistert von dem neuen Angebot waren auch (von links) Landrat Michael Busch, AWO Kreisvorsitzender Hubert Joppich und Geschäftsführer Carsten Höllein sowie die Senioren und Besucher des Treffs, Kinder der Grund- und Mittelschule Bad Rodach. Foto Bettina Knauth, Neue Presse Coburg vom 06.06.2018

Familienstuetzpunkt

Der Familienstützpunkt wird gefördert vom:

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Der Familienstützpunkt befindet sich im zentral gelegenen Mehrgenerationenhaus AWO Treff Bad Rodach. Der Treff ist seit 2005 ein Ort der Begegnung von Jung und Alt, der Prävention, Integration, Hilfe zur Selbsthilfe, Beratung und Bildung und zentrale Anlaufstelle für ehrenamtliches Engagement.

Hier erhalten Sie Informationen über die Beratungsangebote und die Veranstaltungen für Familien:
Mehrgenerationenhaus
AWO Treff Bad Rodach
Kirchgasse 4
96476 Bad Rodach
Telefon 09564/80 48 44
E-Mail: Treff-Bad-Rodach at awo-coburg.de
Internet: http://www.awo-coburg.de

Ein Auszug aus den derzeitigen Angeboten für Familien:

Krabbelgruppe, Eltern-Kind-Café, Ideenwerkstatt, Bastel- stübchen, Sprechstunden des Landratsamts, Elterntalk, Ferienprogramme. Viele weitere Kurse und Veranstaltungen können von allen Alternsgruppen besucht werden: z.B. Boccia, Singkreis.

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Die Krabbelgruppe und das Eltern-Kind-Café haben immer großen Zulauf.

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Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey (Mitte) freut sich mit der ehrenamtlichen AWO Kursleiterin Gerda Fleddermann (links) über die rege Teilnahme der Kinder am wöchentlich stattfindenden Mal- und Kreativkurs im Mehrgenerationenhaus Bad Rodach. Foto photothek Inga Kjer, photothek.net, BMFSFJ – Besuch am 30.08.2018.

Weitere Informationen können Sie dem nachstehenden Bericht über die Eröffnung des Familienstützpunkts entnehmen. Textauszüge und Foto von Bettina Knauth, Neue Presse Coburg vom 06.06.2018:

Wo Eltern und Kinder Hilfe finden
Im Landkreis Coburg gibt es jetzt zwei Familienstützpunkte, einer davon im Mehrgenerationenhaus AWO Treff Bad Rodach. Familienfreundlich präsentiert sich das Coburger Land seit Langem. Insofern sei es für den Landkreis selbstverständlich gewesen, sich für die Teilnahme an einem Förderprogramm des Freistaates zu bewerben, das die Familienbildung in den Kommunen strukturell weiterentwickeln und dazu sogenannte „Familienstützpunkte“ etablieren möchte, sagte Landrat Michael Busch.
Im Mehrgenerationenhaus der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Bad Rodach eröffnete am 04. Juni 2018 Ministerialrat Robert Höcherl vom Bayerischen Sozialministerium die ersten beiden dieser Einrichtungen in der Region. Angebote der neuen Stützpunkte sollen die Erziehungskompetenz der Eltern stärken. Denn in der Erziehungsarbeit hat die Staatsregierung nicht erst seit der Diskussion um die sogenannten „Helikoptereltern“ Defizite ausgemacht. Abhilfe sollen Kurse und Veranstaltungen schaffen. Das sei besser als der oft geforderte „Eltern-Führerschein“, meinte Höcherl: „Wer ein Kind bekommt, hat anderes zu tun als einen sechswöchigen Kurs zu besuchen“.

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Hubert Joppich, AWO Kreisvorsitzender

Die Wahl der ersten beiden Standorte erfolgte nicht zufällig: im Mehrgenerationenhaus in Bad Rodach handelt es sich um eine langjährige, gut etablierte Einrichtung, die jetzt schon Aufgaben wahrnimmt, wie sie für die Familienstützpunkte vorgesehen sind. Das Mehrgenerationenhaus in Bad Rodach war das erste staatlich geförderte Projekt dieser Art in Bayern, erläuterte Hubert Joppich, Vorsitzender des AWO-Kreisverbands. 2017 nahmen mehr als 10 000 Besucher an den fast 2500 Veranstaltungen teil – von der Krabbelgruppe bis zum Computerkurs für Senioren. 88 Ehrenamtliche engagieren sich in der Einrichtung. Künftig sollen unter dem Etikett „Familienstützpunkt“ die Möglichkeiten für Eltern mit Kindern bis zu sechs Jahren ausgebaut werden.

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Die Kinder der Grund- und Mittelschule Bad Rodach begrüßen die Gäste

Verantwortlich für die Stärkung der Erziehungskompetenz ist eine Sozialpädagogin. Ebenso sollen in der Kurstadt wieder Elterntalks etabliert werden. Auch eine Familienplanung für Geflüchtete, Bewegungsstunden für Krabbelkinder und ein Vater-Kind-Treff sind geplant. „Hier ist jeder Euro und jeder Cent gut angelegt“, versicherte Bürgermeister Tobias Ehrlicher.
Ministerialrat Robert Höcherl aus München lobte die bisherigen tollen Leistungen an den beiden neuen Familienstützpunkten. Bis Jahresende, hofft Höcherl, werden sich 40 der 96 bayerischen Landkreise an dem Projekt beteiligen. 140 Standorte sind bereits vorhanden, durch die schon jetzt „über die Hälfte aller Geburten in einem Jahrgang“ erreicht würden. „Flächendeckend wollen wir 600 bis 800 Familienstützpunkte in Bayern etablieren“, kündigte der Ministerialrat an. 2,5 Millionen Euro sieht der aktuelle Landeshaushalt dafür vor.
Dem Landkreis stehen für das Projekt jährlich rund 30.000 Euro zur Verfügung , sagte der zuständige Koordinator am Coburger Landratsamt, Jürgen Forscht. Basierend auf den Geburtenzahlen im vorvergangenen Jahr werden vom bayerischen Staat pro Neugeborenem 30 Euro gezahlt.

 

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